Wenn im Körper ein Flüssigkeitsdefizit entsteht, fühlt sich das Training bei jeder Intensität härter an, als es tatsächlich ist. Fast jeder Sportler hat dies schon einmal erlebt. Schwitzen ist einer der wichtigsten Kühlmechanismen, die unseren Körper vor Überhitzung bewahren. Intensive und lange Ausdauereinheiten, kombiniert mit hohen Temperaturen, können zu einer starken Schweißbildung führen. Die Menge des Schweißverlustes pro Stunde hängt von der Trainingsintensität, den Umweltfaktoren, dem Fitnessniveau und dem Körpergewicht (sowie anderen Faktoren) ab und kann von weniger als 0,5 Litern bis zu mehr als 2 Litern reichen.
Ermüdung und Leistungsabfall vorbeugen
Ein Flüssigkeits- oder Wassermangel (Dehydrierung) ist einer der Hauptgründe für Ermüdungserscheinungen und Leistungseinbußen bei längerem Ausdauertraining. Schon ein Flüssigkeitsdefizit von 3 % des Körpergewichts (bezogen auf das Körpergewicht vor der Belastung) kann die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit verringern, insbesondere bei Hitze.
Die einzige Möglichkeit, einer übermäßigen Dehydrierung vorzubeugen, ist die Flüssigkeitszufuhr. Vor, während und nach dem Sport spielt die richtige Flüssigkeitszufuhr eine entscheidende Rolle für die Aufrechterhaltung des Flüssigkeitshaushalts. Hier sind drei Grundregeln, die Ausdauersportler leicht befolgen können:
- Stellen Sie sicher, dass Sie vor dem Sport gut hydriert sind
- Während des Sports regelmäßig trinken
- Achten Sie darauf, dass Sie nach dem Sport genug trinken, um Ihren Flüssigkeitshaushalt wieder auszugleichen
Optimale Flüssigkeitsaufnahme beim Sport
Die Empfehlungen für den Flüssigkeitsersatz haben sich im Laufe der Jahre stark verändert: Sie reichten von "nichts trinken" (Anfang der 1970er Jahre) bis hin zu "trinken Sie so viel, wie Sie vertragen" (1996).
Die tatsächliche Flüssigkeitsaufnahme während des Trainings oder Wettkampfs hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab, z. B. vom Wetter, der individuellen Schweißhäufigkeit, der Dauer und der Intensität des Trainings. Die optimale Flüssigkeitszufuhr ist daher für jeden Sportler sehr unterschiedlich, und frühere Empfehlungen wurden daher widerlegt. Zu viel Flüssigkeit, aber auch zu wenig, kann die Trainingsleistung negativ beeinflussen!
Für Sportler ohne individuelle Flüssigkeitsstrategie oder für Anfänger können allgemeine Flüssigkeitsempfehlungen für Aktivitäten, die länger als 60 Minuten dauern, ein vernünftiger Ausgangspunkt sein: Trinken Sie ca. 400-800 ml Flüssigkeit pro Stunde, regelmäßig in kleinen Schlucken (z. B. etwa 150 ml alle 15 Minuten). Bei kühleren Bedingungen und geringerer Intensität liegt der stündliche Bedarf eher am unteren Ende der Skala, während bei Hitze oder hoher Intensität eine höhere Flüssigkeitszufuhr erforderlich ist. Man sollte jedoch bedenken, dass es Wettkämpfe gibt, bei denen es nur begrenzte Möglichkeiten zur Flüssigkeitsaufnahme gibt. Es ist daher ratsam, als Sportler nicht nur das Wetter zu berücksichtigen, sondern auch, wo die Organisatoren "Stände" eingerichtet haben, an denen man trinken kann. Es empfiehlt sich, eine individuelle Strategie für die Flüssigkeitszufuhr auszuprobieren. Es gibt keine einfache Methode, mit der Sie Ihren individuellen Flüssigkeitsbedarf während des Sports genau bestimmen können. Eine recht praktische Formel, die häufig von Profisportlern verwendet wird, lautet wie folgt:
| Berechnung des Flüssigkeitsverlusts über das Körpergewicht | |
| Körpergewicht (kg) vor dem Sport (ohne Kleidung) | 75,2 kg |
| Körpergewicht nach körperlicher Anstrengung (ohne Kleidung) | - 72,9 kg |
| Flüssigkeitsverlust | 2,3 kg (= 3%) |
Flüssigkeitsverlust Farbe des Urins
Auch wenn Sie keinen Sport treiben, kann die Farbe Ihres Urins ein einfacher Indikator für Ihren Flüssigkeitshaushalt sein: Wenn Ihr Urin hellgelb/strohfarben ist, ist Ihr Flüssigkeitshaushalt gut. Ein etwas dunklerer Urin (ähnlich der Farbe von Bier oder Apfelsaft) ist ein Zeichen für eine unzureichende Flüssigkeitsaufnahme, d. h. für einen Flüssigkeitsmangel. Beachten Sie jedoch, dass bestimmte Lebensmittel (z. B. Rote Bete), Multivitamine oder Antibiotika die Farbe Ihres Urins beeinflussen können. Ist dies der Fall, sollte die Urinfarbe nicht mehr als Richtwert verwendet werden.

Trinken und Sport
Für kurze Ausdauereinheiten sind wasser- oder kalorienfreie Getränke die ideale Wahl. Bei längeren Einheiten löschen viele Sportler ihren Durst gerne mit so genannten isotonischen Sportgetränken. Ein isotonisches Getränk hat die gleiche Osmolarität (270-330 Mosmol/kg Wasser) wie das menschliche Blut, genauer gesagt das Blutplasma, und wird daher sehr schnell vom Körper aufgenommen. Osmolarität" bezieht sich auf die Konzentration osmotisch aktiver Teilchen, die u. a. durch die Menge an Zucker- und Elektrolytteilchen definiert ist. Isotonische Getränke (z. B. PowerBar IsoActive) sind also spezifische Kohlenhydrat-Elektrolyt-Lösungen. Sie verbessern die Flüssigkeitsaufnahme während des Trainings und tragen so zur Aufrechterhaltung der Trainingsleistung bei längerer Belastung bei.
Tipps für die Auswahl des richtigen Sportgetränks
Trainingsintensität und -dauer sind entscheidend! Bei kurzen Einheiten oder zur Ankurbelung des Fettstoffwechsels ist es sinnvoll, Getränke ohne Kalorien zu wählen, wie z. B. PowerBar Electrolyte Tabs. Für längere und/oder intensivere Trainingseinheiten sind dagegen Kohlenhydrat-Elektrolytgetränke eine gute Wahl. Das Elektrolyt Natrium (Teil des Kochsalzes) geht am meisten über den Schweiß verloren und ist daher ein wichtiger Bestandteil von Sportgetränken. Natrium ist unerlässlich für die Wassereinlagerung im Körper und wichtig für einen gut regulierten Flüssigkeitshaushalt. Natrium sorgt auch für die Muskel- und Nervenfunktion.
- Üben Sie Ihre Flüssigkeitsstrategie bei körperlicher Betätigung
- Sportgetränke sollten gut schmecken! Wenn das nicht der Fall ist, trinken Sie wahrscheinlich nicht genug davon.
- Vermeiden Sie also Eintönigkeit! Getränke mit verschiedenen Geschmacksrichtungen sorgen für mehr Abwechslung.